Auch wenn sich noch die meisten in der wohlverdienten Sommerpause befinden, Abstand zum Alltag suchen, Erholung trotz Corona, aber mit AHA-Regeln, rückt das Ende der kurzen kommunalpolitischen Durchschnaufphase immer näher. Um allmählich auch wieder in den kommunalpolitischen Alltag gedanklich zurückzukehren, hier ein kleiner Erinnerungsanstoß:
Ein außergewöhnliches kommunalpolitisches Halbjahr liegt hinter uns. Was wie gewöhnlich begonnen hatte, wurde durch die Pandemie in eklatanter Weise verändert. Sitzungen der Gemeinderatsgremien mussten abgesagt, die wichtigsten Besprechungen per Telefon- oder Videokonferenz abgehalten werden, um die nötigsten Entscheidungen abzusprechen.
Manches ist durch die Pandemie auf der Strecke geblieben: die dringend nötigen Informationsveranstaltungen zu den Erhaltungssatzungen in Sielmingen und Bonlanden sowie zum Sanierungsgebiet Plattenhardt. Aus diesem Grund hätte auch die Einbringung der Vorlagen verzögert werden müssen. Dies hat die damals zuständige Dezernentin auch freimütig und vorbildlich eingeräumt.
Bei manchen Veränderungsprozessen wurde die Wortwahl und die Tonlage seitens Betroffener schärfer. Viel wurde über andere gesprochen und geschrieben, anstelle zuvor miteinander zu reden. Meinungsverschiedenheiten dürfen nicht dazu führen, dass falsche Nachrichten verbreitet, Gerüchte geschürt und Stimmung gemacht wird.
Filderstadt ist eine Stadt, in der der Wille und das Engagement der Bürgerinnen und Bürger sehr viel bedeutet und sehr ernst genommen wird. Wir Freie Wähler haben dieses kostbare Gut immer hoch gehalten und auch in schwierigen Situationen das Gespräch gesucht. Wir wünschen uns und werden unseren Beitrag dazu leisten, dass wieder eine gute Gesprächskultur eingeübt und praktiziert wird und alle Beteiligten – auch die Stadtverwaltung durch eine bessere Information und Bürgerorientierung – dazu beitragen.
Wir blicken im zweiten kommunalpolitischen Halbjahr einer offenen, transparenten Gesprächskultur von allen Beteiligten und allen Seiten hoffnungsvoll entgegen, denn es gibt wesentlich mehr, was uns als Filderstädterinnen und Filderstädter vereint, als was uns trennt – bei aller Meinungsverschiedenheit.
Text: Stefan Hermann, Hedy G. Barth-Rößler

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