Archive: Mai 2024

27. Mai 2024

Der Fughafentunnel muss offen bleiben – Plakatwand Marke Eigenbau. Erdiges, bodenständiges Home Office: Plakat-Werkstatt auf’m Acker.

Erdiges, bodenständiges Home Office: Plakat-Werkstatt auf dem Acker.

Wir packen an, wir langen hin: Unsere eigene Plakatwand nicht zur Europawahl (denn wir sind nur kommunal unterwegs), sondern zu einem aktuellen wichtigen kommunalen Thema, das viele bewegt.

Der Flughafentunnel soll für alle offen bleiben. Die beste Lösung für alle: ein separater F-Tunnel für Fahrrad und Fußgänger.

Dieses Mal leider ohne nettes Tiermotiv, denn wir haben das richtige Tier mit Tunnelblick noch nicht gefunden.

Wenn einige kommentieren wollen, bitten wir darum: bee social.

Text: Hedy Barth-Rößler, Stv. Vor. Stadtverband Freie Wähler Filderstadt e.V.
Bilder: Schumacher/Briem
 


24. Mai 2024

Fildergemüse mit Filder-Flair

Die Gurke ist eine grüne Diva – Besuch beim Bärenhof in Bernhausen. Welche Rolle spielen Fledermäuse, Hummelhausen, grüne Diven, Mäuse und Melonen beim Besuch im Bärenhof? Die Teilnehmenden erfahren eine ganze Menge über Gemüseanbau an diesem Abend: Karotten werden mit Erde geerntet und gelagert, dadurch bleiben sie lang saftig und frisch. Wir beißen in eine Karotte, die im Herbst geerntet wurde: knackfrisch! Die Holzkisten werden mit Folie ausgelegt, denn das Holz saugt zu viel Feuchtigkeit aus der Karotte. Die Folie ist sehr stabil. Nach 16 Dienstjahren auf dem Feld wird sie dann zum Auslegen von Kisten „ausgemustert“. Bei Hagel ist ein Foliendach resistenter als ein (zerberstendes) Glasdach. Gesäubert werden die Karotten im „Whirlpool“.

Das Gemüse wird in Etappen gesät oder angepflanzt und in Etappen in Verbrauchsmengen geerntet. Die Tomaten fühlen sich „sauwohl“ und wachsen fröhlich vor sich hin, bis sie rot werden. Genauso die Bohnen und das neue Trendgemüse Aubergine, das sich besonders gut zum Grillen eignet. Eher zickig zeigt sich die Gurke, die sich als grüne Diva entpuppt, sehr empfindlich und anfällig ist, aber auch sehr ertragreich. An jedem zweiten Tag wird sie geerntet, händisch und alle ungefähr in der gleichen Größe. Hummeln werden zum Bestäuben eingesetzt, denn sie sind fleißiger als die Bienchen. Schaut man in die Gewächshäuser, wachsen alle Pflanzen hochgeschnürt geg’n Himmel. Das Hochschnüren ist reinste Streckarbeit. Am Boden wachsende Melonen wurden von Mäusen ausgehöhlt, bis zwei Katzen ihren (produktiven) Einsatz fanden. Taubenschwärme, die gerne die „Blättle abzupfeln“ werden händisch mit Klatschen immer wieder verjagt – ein tägliches Klang-Spiel.

Fledermäuse und Gutachter hätten fast das Erstellen der Gewächshäuser verhindert. Eine Photovoltaik-Anlage auf dem Hallendach liefert tagsüber Strom. Gemüseanbauer Raff würde gerne noch mehr installieren, aber da macht die EnBW Probleme (wohin mit dem vielen Strom). Generell ist Herr Raff angesichts bürokratischer Vorgaben und Hindernisse recht frustriert: „Manchmal habe ich gar keine Lust mehr. Mir fehlt die Motivation.“ Den Eindruck macht er mir bei seinem sprühenden Info-Rundgang durch seinen Gemüseanbau allerdings nicht. Erschreckend sei bei manchen Kunden auch, wie wenig sie von Gemüseanbau oder der Natur wissen. „Da scheint zwei Tage im März die Sonne und am nächsten Tag soll der reife Salatkopf dastehen“, schmunzelt er.

Wir haben bei der Führung einen begeisterten Gemüseanbauer erlebt und bedanken uns recht herzlich für die tollen Einblicke in den Alltag und das Leben der Gemüsesorten. Wahrscheinlich werde ich mit meinem neuen Insider-Gemüse-Wissen beim nächsten Gurkensalat irgendwie das Bild einer grünen Diva vor meinem geistigen Auge sehen.

Text/Bilder: Hedy Barth-Rößler, Stv. Vorsitzende Freie Wähler Filderstadt e.V.
 


22. Mai 2024

75 Jahre Grundgesetz – ein Grund dankbar zu sein

75 Jahre Grundgesetz – Ein Grund dankbar zu sein und das Fundament der Demokratie und Menschenrechte zu schätzen und zu bewahren.

Ursprünglich sollte das Grundgesetz ein Provisorium sein, da Deutschland noch in West und Ost geteilt war, daher wurde es auch nicht „Verfassung“ genannt. Das „Provisorium“ wurde zur Verfassung von Westdeutschland und dann vom wiedervereinten Deutschland. Zeitzeugen in Filderstadt erinnern sich, dass man das Ganze anfangs nicht für dauerhaft eingestuft hat, sondern skeptisch war. Diese Einstellung hat sich bald geändert.

Das Grundgesetz hat sich nun 75 Jahre bewährt. Vielleicht sehen wir es inzwischen als reine Selbstverständlichkeit an, verlassen uns darauf und sehen es für immer als gesetzt. Aber das sollte uns nicht nachlässig machen, weiterhin für das Grundgesetz und die Demokratie einzustehen und diese Grundlage für eine rechtstaatliche Demokratie wertzuschätzen und zu bewahren, falls sie in Frage gestellt werden sollte. Wir leben die Demokratie.

Die Demokratie kann nicht nur auf dem Papier stehen, sie muss gelebt werden, notfalls auch verteidigt werden. Ein grundlegendes Handlungswerkzeug für die Bevölkerung in der Demokratie sind die freien und geheimen Wahlen. Daher sollten wir nicht nach Ausreden suchen, nicht zu einer Wahl zu gehen, sondern dieses Wahlrecht nutzen. In Baden-Württemberg haben wir bei der Kommunalwahl und Europawahl die Möglichkeit dazu. Diese sollten wir nutzen und demokratischen Parteien und Vereinigungen einen Wahlauftrag geben. Das Grundgesetz ist unsere Grundlage, wir sind die gelebte Demokratie.

Text/Bild: Hedy Barth-Rößler, Stv. Vorsitzende Freie Wähler Filderstadt e.V.
 


13. Mai 2024

Keine Witze mit Hitze – die unterschätzte Gefahr

Keine Witze mit Hitze – die unterschätzte Gefahr. Dr. Klaus Wild, Facharzt für Innere Medizin und Geriatrie, gibt heiße Einblicke in die Thematik bei seinem Vortrag in Fil-Plattenhardt auf Einladung der Omas for future, in Partnerschaft mit Aktiv für Senioren und dem Stadtseniorenrat. Der Wärmetrend zeigt in den letzten Jahrzehnten eindeutig nach oben. Die Erderwärmung wächst nicht linear, sondern exponentiell. (Das haben wir schon in der Pandemie gelernt.) In dem Hitzesommer 2003 gab es in Frankreich 10 000 Hitzetote. Schnell wurde ein nationaler Hitzeplan erstellt und die zukünftige Sterberate in Hitzewellen deutlich reduziert.
Dass heiße Tage, vor allem aber heiße Tropennächte, die den Körper nicht mehr abkühlen lassen, die Gesundheit vor allem der vulnerablen Gruppen (kennen wir auch aus der Pandemie) erheblich strapazieren, ist allen Anwesenden klar. Gerade ältere Menschen haben häufiger Vorerkrankungen, und nicht zu vergessen einen umfangreichen Medikamentenplan (sogenannte Multimedikation), was sich bei heißen Tagen extrem auswirken kann.

Aber ein positiver Aspekt zum Mitnehmen: auch im Alter können viele noch ihre physiologische Leistungskurve positiv beeinflussen, was besonders wichtig ist im Blick auf die Alltagskompetenzen.
Der Vortrag will das Bewusstsein und die Sensibilität für die Wahrnehmung des Hitze-Themas in der Gesellschaft fördern. Ich lerne heute einiges dazu: Sonnencerme hilft nur gegen UV-Strahlen. Infrarotstrahlen reizen die Hirnhäute und lassen sich nur mit einer Kopfbedeckung abwehren (nicht mit Creme auf der Platte). In einem Notfall, wenn ein Mensch unter der Hitze zusammenbricht, nie kaltes Wasser geben, sondern lauwarmes. Das Wärmegefälle zwischen heißer Stadt (die auch nachts nicht runterkühlen kann) und nicht ganz so heißem Land kann bis zu 10 Grad betragen.

Wie kann sich nun die Kommune auf die kommende und wachsende Hitze in den nächsten Jahren und Jahrzehnten vorbereiten? Stichwort: Hitzeaktionsplan (siehe Frankreich). Der Landkreis Ludwigsburg hat einen erstellt (80 Seiten), in dem die acht wichtigsten Punkte der WHO eingearbeitet sind. Der Landkreis Tübingen ist ebenfalls in den Startlöchern.
Fazit des Abends: Nicht jede Kommune muss den Hitzeplan neu erfinden. Man könnte mal bei den anderen schauen, was sie schon erarbeitet haben: Kommunikation Hitzewarnung, Trinkwasserbrunnen, kühle Ort in der Stadt, Stadtklimaanalyse usw. Die Forderung des Abends von den Omas future, die wir gerne unterstützen: Wo sind die Überlegungen von Flderstasdt zu einem Hitzeaktionsplan. Was könnte man schon schnell umsetzen: Zum Beispiel die Wasserbrunnen einfach wieder mit Wasser laufen lassen (schon haben wir einen kühleren Ort). Nächster Vorschlag: Die bespielbare, besitzbare und beschattbare Stadt. Damit die Hitze-Thematik in der Gesellschaft Fahrt aufnimmt, findet am 5. Juni 2024 bundesweit und auch im Ländle ein Hitzeaktionstag mit zahlreichen Aktionen statt.
Text/Bilder: Hedy Barth-Rößler, Stv. Vorsitzende Stadtverband

Hier noch drei wertvolle Infolinks:
 


13. Mai 2024

Zukunftsfähige Infrastruktur Rad auf den Fildern

Wer eine für die Mobilitätswende notwendige Verbesserung des Radverkehrs erreichen will, muss aus Sicht der Freien Wähler:

1  – die verschiedenen Verkehrsarten (Fuß-, Rad-, Auto- und Öffentlichen Personennahverkehr) möglichst gut aufeinander beziehen (modal Split):

Das heißt konkret: Es müssen möglichst gute Wechselmöglichkeiten geschaffen werden, z.B. sichere und attraktive Radabstellmöglichkeiten an Haltestellen, Mitnahmemöglichkeiten von Fahrrädern im ÖPNV. Auch hat sich die Freie Wähler Fraktion für ein modernes Mobilitätszentrum in der Ortsmitte Bernhausen eingesetzt.

Hierzu haben wir bereits seit vielen Jahren Anträge gestellt und auch manches umgesetzt.

2 – für die Sicherheit der Radwege und Radabstellmöglichkeiten sorgen, beispielsweise auch, was die Radwege und Abstellmöglichkeiten für Schülerinnen und Schüler betrifft.

Auch hier haben die Freien Wähler konkrete Anträge für konkrete Maßnahmen gestellt und auch Umsetzungen erreicht.

3 – eine abgestimmten Mobilitätsentwicklungsplanung vorantreiben, die alle Verkehrsarten, insbesondere auch den Radverkehr betrifft

Eine solche Mobilitätsentwicklungsplanung liegt für Filderstadt vor und wird nach und nach umgesetzt – auch im Blick auf eine Verbesserung von Radwegen und Radverkehrsknotenpunkten.

4 – einen zukunftsfähigen Radwegeverkehr im Blick auf die Unterquerung des Flughafens schaffen.

Hier plädieren die Freien Wähler für einen gesonderten Tunnel für Fuß- und Radverkehr, der im Gegensatz zu alternativen Veränderungen im Bestandstunnel die Standardbreite von mindestens 3,5 Meter einhält und damit Radverkehr mit Kinder- und Lastenanhängern, von Lastenfahrrädern und Fahrrädern für Menschen mit Beeinträchtigungen zulässt und – alle Kosten eingerechnet – nicht teurer ist als eine wenig zukunftsfähige Lösung im derzeitigen Tunnel.

5 – weitere Fahrradstreifen schaffen, die eine Verbesserung der Sicherheit von Radverkehr ermöglichen

Entsprechende Fahrbahnmarkierungen schaffen einen Sicherheitsraum für Radverkehr, die entsprechenden Spuren müssen aber auch belagsmäßig gut beschaffen sein.

Auch an diesem Punkt sind die Freien Wähler bereits mehrfach aktiv geworden und haben konkrete Verbesserungen erreicht.

Text: Stefan Hermann, Fraktionsvorsitzender
Grafik/Bild: Hedy Barth-Rößler, Stv. Vor. Stadtverband

 


11. Mai 2024

Die neue Grundsteuer – viel Verwirrung und Verunsicherung

Die neue Grundsteuer – viel Verwirrung und Verunsicherung. Wir klären auf, soweit es die aktuelle Lage zulässt. Es rentiert sich auf jeden Fall, bei der Veranstaltung vorbeizuschauen. Sie werden sicherlich einige neue Erkenntnisse mit nach Hause nehmen.

 

 


8. Mai 2024

Dicht und dynamisch: Regionalversammlung Region Stuttgart – einige Fakten

Nur in der Region Stuttgart wird gewählt! Baden-Württemberg besteht aus 12 Regionen, aber die Region Stuttgart hat eine Besonderheit: Ihre Regionalversammlung ist die einzige, die vom Volk gewählt wird, bei den anderen werden die Mitglieder „bestellt“.

Die Region Stuttgart besteht aus dem „Stadtkreis“ Stuttgart und den fünf Landkreisen BB, ES, Göppingen, Ludwigsburg und Rems-Murr-Kreis.
Die Regionalversammlung ist quasi das Parlament des Verbands Region Stuttgart und eine politische „Zwischenebene“ zwischen Land und Region. Zurzeit hat die Regionalversammlung 88 Sitze, sieben Fraktionen und drei Ausschüsse (Planung, Verkehr, Wirtschaft/Infrastruktur/Verwaltung)

Schwerpunkt-Aufgaben der Regionalversammlung sind Mobilität (S-Bahn, S21, ÖPNV …), Regionalplanung, Wirtschaftsförderung, Sport und Kultur
Die Regionalwahl ist eine Listenwahl, das heißt Sie können einer Liste eine Stimme geben.

In der dynamischen Region Stuttgart leben 2,8 Mill. Menschen in 179 Städten und Gemeinden. Das entspricht ungefähr einem Viertel !! der Bevölkerung in Baden-Württemberg. Die Region Stuttgart ist dichter besiedelt als die Region München.

Bild: Regionalliste Freie Wähler für die Region Stuttgart: Dr. Annette Silberhorn-Hemminger (Esslingen, Platz 2) und Hedy Barth-Rößler (Filderstadt, Platz 4) Die Regionalliste der Freien Wähler ist erstmals paritätisch besetzt. Die beiden Kandidatinnen hielten einen Vortrag zum Thema Regionalversammlung in Fil-Harthausen.
Text: Hedy Barth-Rößler, Stv. Vor. Stadtverband Freie Wähler Filderstadt e.V.
 


3. Mai 2024

Integra-tion: Bitte an OB um transparente Aufklärung und Aufarbeitung in Filderstadt

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Traub,
die heutigen (vom Donnerstag, 2.Mai) Zeitungsmeldungen im Blick auf Rückmeldungen von Migrantinnen und Migranten zu internen Vorgängen bei integra sind mehr als alarmierend. Deshalb bittet die Freie Wähler Fraktion dringlich darum, die nun offenkundig gewordenen Vorgänge eingehend und – wenn möglich extern begleitet – aufklären und untersuchen zu lassen und daraus entsprechende Konsequenzen zu ziehen.

Wir erwarten dringlich eine umgehende (!) und eindeutige (!) Distanzierung der Vereinsverantwortlichen von integra im Blick auf Einflussnahmen von und Bezügen zu bzw. Kooperation mit extremistischen Gruppierungen, wie dies in der Gruppe der Grauen Wölfe nachweislich der Fall ist.

Wir bedauern sehr, dass die langjährige Integrationsarbeit der Stadt Filderstadt und aller Beteiligten durch die nun offenkundigen Sachverhalte großen Schaden nimmt, und halten angesichts der öffentlich gewordenen Vorwürfe ein entschiedenes Vorgehen gegenüber Verantwortlichen bei integra seitens der Stadtverwaltung und Gemeinderat für unausweichlich, die von der Kooperation mit extremistischen Gruppen entweder bisher nicht distanziert haben oder derzeit nicht distanzieren.

Wir erwarten, dass Instrumente geschaffen werden, dass eine Kooperation mit extremistischen Gruppen künftig ausgeschlossen ist. Wir erwarten auch, dass extremistische Gruppen von städtischerseits eingerichteten oder (mit)begleiteten Gremien ausgeschlossen sind, und bitten hierfür um Einrichtung entsprechender Instrumentarien.
Wir unterstreichen die von uns Freien Wähler am 23.4.2024 in einer entsprechenden Resolution zum Ausdruck gebrachte Haltung.

Stefan Hermann, Fraktionsvorsitzender Freie Wähler Gemeinderat
Grafik: Hedy Barth-Rößler, Stv. Vor. Stadtverband Freie Wähler Filderstadt e.V.
 


2. Mai 2024

Hand aufs Herz! Wer weiß, was eine Regionalversammlung ist?

Hand aufs Herz. Wer weiß, was eine Regionalversammlung ist?

Wer weiß, was ihre Themen und Aufgaben in der Region Stuttgart sind?

Wir gut lässt sich der Landkreis Esslingen und Filderstadt in der Region vertreten?

Diese Antworten findet man nicht bei Tante Google, sondern auf der Veranstaltung zum Thema Region
und Regionalversammlung am Dienstag, 7. Mai in Fil-Harthausen um 19.30 Uhr in der Sportgaststätte Dalmacija, Esslingerstr. 51.

Die Region Stuttgart im Blick, die Filder nicht aus den Augen lassen und Filderstadt nicht vergessen.

Referentinnen:
Dr. Annette Silberhorn-Hemmnger, Kandidatin Regionalliste Platz 2 der Freien Wähler Landkreis Esslingen
Hedy Barth-Rößler, Kandidatin Reginoalliste Platz 4 der Freien Wähler Landkreis Esslingen

Hedy Barth-Rößler, Stadtverband und Kandidatin auf der Reginalliste Platz 4 der Freien Wähler Landkreis Esslingen
 


2. Mai 2024

Sinn und Unsinn einer weiteren Schulreform – Auswirkungen auf Filderstadt

Filderstadt und die neue (bislang erst an die Presse durchgesickert) Schulreform: Wie wirkt sich Rückkehr zu G9 aus? G9 und noch G8 Zug? Wo sind die notwendigen Räumlichkeiten in Filderstadt? Kein Werkrealschul-Abschluss mehr? Was bedeutet das für Harthausen. Rückkehr zur verbindlichen Grundschul-Empfehlung:

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Traub,

bereits vor einiger Zeit hat die Freie Wähler Fraktion um Auskunft gebeten, wie sich der Übergang von G8 zu G9 für die Filderstädter Schulen auswirken wird. Dabei hatte ich auch auf das Gesamtpaket der Schulreform hingewiesen, das zu diesem Zeitpunkt jedoch noch nicht klar umrissen war.

Nun zeichnen sich offenbar erste Konturen ab, und diese sind für die Schullandschaft Filderstadts durchaus von Bedeutung, insbesondere für den Standort der Werkrealschule Harthausen, für dessen Erhaltung wir Freie Wähler vor einigen Jahren schon einmal vehement gekämpft hatten: Laut Pressemeldungen „soll es irgendwann wohl keine eigenständigen Standorte dieser Schulart mehr geben. Stattdessen sollen sie… entweder Schulverbünde mit benachbarten Realschulen oder mit Gemeinschaftsschulen bilden“. Wir bitten, in Kontaktnahme mit dem zuständigen Ministerium zu erkunden, was unter „benachbart“ zu verstehen ist, und was dies für einen Standort wie Harthausen bedeuten könnte.

Ferner sollen „Real-, Verbund-Realschulen und Gemeinschaftsschulen, die nicht schon jetzt eine eigene Oberstufe haben“, „dazu entweder Oberstufenverbünde mit benachbarten beruflichen, allgemeinbildenden Gymnasien oder Gemeinschaftsschulen schaffen“. Auch hier bitten wir um Nachfrage und Auskunft, was dies konkret für die Schulstandorte und deren Weiterentwicklung in Filderstadt bedeuten könnte.

Uns Freien Wählern ist klar, dass die entsprechenden Konturierungen noch nicht abschließend geklärt sind. Für uns ist jedoch ein proaktives Überlegen und Handeln unbedingt erforderlich.

Stefan Hermann, Fraktionsvorsitzender, Gemeinderat

Hedy Barth-Rößler, Stadtverband