Archive: August 2024

29. August 2024

Städtepartnerschaft Selby – Filderstadt: Die englischen Freunde zu Gast auf den Fildern.

Mit den Freunden aus Filderstadts englischer Partnerstadt Selby in North Yorkshire machten sich die Filderstädter als erstes auf den Weg zum Besucherzentrum des Sonderkommandos der Bundeswehr in der Nähe von Calw. Danach folgte eine Stadtführung durch Calw und für manche englischen Besucher die erste Bekanntschaft mit Hermann Hesse. Samstags lud die Deutsch-Britische Gesellschaft zu einem tollen gemeinsamen Frühstück im Mörikesaal in Plattenhardt ein. Gegenüber im Serigrafie Museum Filderstadt durften alle per Siebdruck dann auch eine Postkarte herstellen. Bewundernde Blicke fielen im Heimatmuseum in Bonlanden auf die „verrückte“ Teekannensammlung. Beim offiziellen Abend erhielt Bürgermeister Falk-Udo Beck als Gastgeschenk eine Flagge von Nord Yorkshire von Andreas Faller überreicht, die Vorsitzender der Partnerschaftsgruppe in Selby.

Beim „freien“ Tag am Sonntag spannten die Gastgeber den Bogen von Bärenhöhle, Lichtenstein, Kürbisausstellung Ludwigsburg mit Roncalli Zirkus bis zum Freilichtmuseum in Beuren und bei manchen noch ein staunender Blick übers Feld auf Flammende Sterne. Am letzten Tag ging die gemeinsame Reise zum Kloster und Schloss Bebenhausen mit Picknick im Schlosshof und danach balancierten wir im berühmten Stocherkahn auf dem Neckar in Tübingen. Der Abschluss im Biergarten beendete wunderbare Freundschaftstage.

Vielen Dank an die Städte Selby und Filderstadt für diese wichtige, wunderbare Städtepartnerschaft und wertvollen Freundschaften, die sich über die Jahre entwickelt haben – und gerade in der heutigen Welt so wichtig sind.

Mit von der Partie waren auch zahlreiche Freie Wähler. Stefan Hermann (Stadtrat), Hedy Barth-Rößler (Regionalrätin, Vorsitzende Dt. Brit. Gesell.), Petra Wallner und Renate Hertler (Stadtverband).

Text/Bilder: Hedy Barth-Rößler (Stadtverband)

 


1. August 2024

Telemedizin zum Anfassen – Digital Health Truck in Filderstadt

Tele-Medizin zum Anfassen: Ein Medizinbus – neudeutsch Digital Health Truck – steht in Baden-Württemberg an öffentlichen Plätzen, um die Bürgerschaft hautnah mit den Möglichkeiten der Telemedizin in Kontakt zu bringen, Berührungsängste abzubauen und Wissen sowie digitale Kompetenz im Medizinbereich aufzubauen. Ich habe einen Termin gebucht. Koordinierungsleiter Dr. Armin Pscherer testet meine Vitaldaten mit einem Gerät, das so groß ist wie eine EC-Karte und das ich mit meinen Zeigefingern berühren muss. Ein Ampelsystem zeigt die Ergebnisse, meine Vitalwerte erhalten grünes Licht. In Medizinrucksäcken lassen sich die medizinischen Kleingeräte für EKG, Blutdruck, Zuckerwerte usw verstauen. Medizinisches Personal kann damit Hausbesuche machen und den Hausarzt entlasten. Die Werte werden digital zum Hausarzt geschickt. Bei Nachragen kann er eine kurze Videoschalte zum Patienten machen.

Das solle den Arzt nicht ersetzen, so Pscherer, sondern Brücken bauen, unterstützen. Ergänzen, nicht verdrängen. Psychotherapeuten können eine zertifizierte „App auf Rezept“ verschreiben. Mit App und VR-Brille könnte ich dann täglich meine Platzangst dosiert „trainieren“ und die therapeutischen Maßnahmen des Arztes mit unterstützen. Mit einer App kann man Hautflecken „voranalysieren“ lassen und Ergebnisse zum Arzt schicken. Telemedizin ist ein neues wichtiges Element zur Unterstützung, das den Arzt aber nie ersetzen wird. Eine neue Studie zeigt, dass für die Patientenschaft Vertrauen, Verlässlichkeit und Empathie entscheidend sind – und da ist wieder der Arzt oder die Ärztin gefragt.

Trotz Hitze kommen viele Interessierte beim Truck vor dem Fildorado vorbei. Wie kann ich mich richtig im Internet informieren. Was ist heute schon alles möglich. Die meisten sind sehr beeindruckt. Das niederschwellige Medizin-Info-Angebot funktioniert. Zur Krönung des Events schaut auch noch Landesminister Manfred Lucha auf seiner Sommertour vorbei, um dem direkten Infodraht der Bevölkerung zur Telemedizin einen weiteren Motivationsschub zu versetzen.

Neben dem Truck sind weitere Infostände aufgebaut. Beim DRK lasse ich mir nun endlich mal zeigen, wie ein Defibrillator für Laien funktioniert. Die Dummy-Version nimmt mir etwas meine vorherige Skepsis. Bei den digitalen Gesundheitsberatern nehme ich ein Infoblatt mit seriösen Gesundheitslinks mit, die mir bei meiner Medizinsuche bei Dr. Google helfen werden. Ich gehe mit erweiterten Kenntnissen nach Hause – so wie viele andere auch.

Text / Bild: Hedy Barth-Rößler
FW Regionalrätin
Stv. Vor. Stadtverband Freie Wähler Filderstadt e.V.
Stadtseniorenrätin