Archive: März 2025
Kopf voll, Akku leer, Überlastung pur – Was tun?

Kopf voll, Akku leer – Was tun bei Mental Overload, wenn der Kopf mit Aufgaben zum Platzen voll ist? Tausend Aufgaben am Tag zu erledigen, abends sitzt die To-Do.Liste auf der Bettkante und hält einen vom Einschlafen ab. Aufgrund von systemischen Strukturen, geschlechtsspezifischer Sozialisation (oft auch unbewusst) und Schubladen-Denken sind oft Frauen bei ihrer kostenlosen Care-Arbeit überlastet. Planung, Ausführung und Check-up von vielen täglich wiederkehrenden Aufgaben, die in der Gesellschaft oft als „banal“ eingestuft werden. Viele leiden unter dieser mentalen Überlastung, die dem Gehirn unheimlich viel Kraft abverlangt.
Die Autorin und Rednerin Laura Fröhlich zeigt auf, wie mentale Überlast in unserer Gesellschaft entsteht, wie man dessen bewusst wird und was man zumindest als kleine Hilfestellungen dagegen tun kann oder wie man besser damit umgehen kann. Im Zuhörerraum vom Quartiersladen Sielmingen sitzen (außer zwei Männern) Frauen, die oft ihre Zustimmung beim Vortrag hörbar machen. Wenn der Kopf vor lauter Infos überquellt, lassen sich die Emotionen nicht mehr so gut kontrollieren, was dann öfter auch zu Konflikten führen kann. Sozial Media zeichnen zusätzlich noch ein Bild vom Tausendsassa, was die eigene Unzufriedenheit noch verstärken kann.
Was tun? Sich bewusst machen, was man am Tag tatsächlich bereits alles geleistet hat. Auch mehr an sich selbst denken, nicht nur an andere. Sich eine Pause gönnen. Am wöchentlichen Küchentreffen gemeinsam mit der Familie oder seinem Umfeld Lösungen besprechen. Und sich auf eine Aufgabe in Ruhe konzentrieren, denn für Multitasking ist das Gehirn nicht geschaffen. Zuviel Überlastung macht die Seele und den Körper krank.
Organisiert wurde der informative Abend mit Nachbesprechung am Häppchen-Bufett vom Referat für Chancengleichheit, Teilhabe und Gesundheit. Für den Nachhauseweg gab es noch den Ratschlag: Erwarten Sie weniger von sich und mehr von den anderen.
Text/Bild: Hedy Barth-Rößler, Regionalrätin, Vors. Stadtverband
Klausurtagung Gemeinderat und Stadtverwaltung


Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
Filderstadt steht in den kommenden Jahren vor großen Herausforderungen, und dies in wirtschaftlich und finanziell schwierigen Zeiten. Gerade wurde der Neubau der Gotthard-Müller-Halle und des Jugendzentrums begonnen, auch der Erweiterungsbau des ESG ist im Blick, für Feuerwehr und Rotes Kreuz stehen neue Gebäude an, weitere Kita-Plätze sind zu schaffen, die Sportinfrastruktur mit Sportpark auszubauen, die Wärmewende und der Mobilitätsentwicklungsplan umzusetzen, dringend neuer Wohnraum zu schaffen, die Attraktivität des Einzelhandels zu erhöhen, ein neues Verwaltungsgebäude zu schaffen, der Anspruch auf ganztägige Betreuung im Grundschulalter zu verwirklichen, neuen Wohnraum zu schaffen und vieles andere mehr.
Abgesehen, dass die unzähligen Millionen im Haushalt nur sehr bedingt zu Verfügung stehen und mögliche zusätzliche Finanzen aus dem Sondervermögen des Bundes, wenn sie überhaupt in Filderstadt ankommen, sehr überschaubar sein, Hinzu kommen die Unterhaltung der bisherigen Infrastruktur, der ständige Aufwuchs der Personalkosten und ein erwarteter Rückgang der Gewerbesteuer und der Anteile an der Einkommenssteuer sowie erhöhte Kreisumlagen sowie zahlreiche Zusatzaufgaben aus Bund und Land.
Deshalb braucht es, so die Meinung der Freie Wähler Fraktion, eine klare Priorisierung sowie Transparenz im Blick auf das, was wann realistisch umsetzbar ist. Es braucht ferner eine konsequente Überprüfung der Ausgaben und eine Verschlankung und Beschleunigung der Verwaltungsabläufe. Und es braucht das Verständnis aller Bürgerinnen und Bürger, dass angesichts der immensen Herausforderungen nicht alles umgesetzt werden kann, was wünschenswert ist. Kommunalpolitik darf dabei keine falschen Hoffnungen und Versprechen machen, denn dies führt zu Frustration und Enttäuschung.
Ja, Filderstadt ist eine vielfältige und attraktive Stadt. Und so soll es auch bleiben. Wir alle aber müssen uns darüber verständigen, wie diese schöne Stadt zukunftsfähig weiterentwickelt werden kann. Dazu brauchen wir Sie alle! Deshalb bitten wir Sie um Ihre Anregungen und Mitarbeit – denn nur gemeinsam werden wir die Herausforderungen gut meistern können,
Ihre Freie Wähler Fraktion Filderstadt
Text: Stefan Hermann Fraktionsvorsitzender
Bild: J. Molitor
Zwei Ausstellungen machen erschreckend nachdenklich – Demokratie / Das Leben von Dietrich Bonhoeffer

Damals und heute – erschreckend ähnlich – Zwei Ausstellungen über Demokratie und das Leben von Dietrich Bonhoeffer
Während ich in der Artothek durch die Ausstellung „Man wird ja wohl noch sagen dürfen“ anlässlich der 2. Internationalen Gegen Rassismus Wochen in Filderstadt gehe, beschleicht mich ein mulmiges Gefühl. Damals und heute – das klingt so erschreckend ähnlich.
Die Welt hat sich in den letzten Jahren und Wochen rasant und heftig verändert. Ich bin im Kalten Krieg und mit NATO-Manövern vor der Haustür aufgewachsen. Man dachte, das sei in den letzten 30 Jahren alles überwunden.
Die demokratischen Strukturen werden immer stärker hinterfragt. Kompromissbereitschaft ist mühsam und anstrengend. Begriffe, die vor Jahren noch entsetzt haben, rücken in die Mitte der Gesellschaft und versprühen – laut Ausstellung – konstant ihr Gift. Die Artothek ist während der Ausstellungszeit länger geöffnet. https://www.nussbaum.de/entdecken/news/sonderoeffnungszeiten-fuer-den-ausstellungsbesuch-der-int-wochen-gegen-rassismus-2566440
Beim anschließenden Vortrag über das Leben von Dietrich Bonhoeffer im Quartiersladen Sielmingen in der neuen Veranstaltungsreihe „Demokratie erleben – Engagement gestalten“ ergeht es mir nicht besser. Ich bewundere den Mut, den Gemeinsinn und das Verantwortungsbewusstsein des Theologen, der im deutschen Widerstand aktiv war und nach zwei Jahren Haft am 9. April 1945 hingerichtet wurde. Rektor Bizer, der das Leitbild seines gleichnamigen Gymnasiums vorstellt, bestätigt mein mulmiges Gefühl und stellt betrübt fest, wie sehr sich die Dinge gerade einander ähneln.Die Ausstellung ist bis zum 11. April zui sehen.
Manchmal frage ich mich: Schätzen wir die Demokratie erst dann wieder richtig, wenn wir sie verloren haben? Soweit sollte es nicht kommen. Beide Ausstellungen sind sehenswert und regen wirklich zum Nachdenken an.
Text/Bilder: Hedy Barth-Rößler, Regionalrätin, Vors. Stadtverband
Nervige Sperrungen bis Digitaliseriung und S21 an Start gehen – Verkehrsausschuss Region Stuttgart

Verkehrsausschuss Region Sachstandbericht: Streckensperrungen große Herausforderung für Kunden und S-Bahn
Die Umsetzung der Digitalisierung auf den Strecken und die geplante Inbetriebnahme von S21 zum Winterfahrplan 2026 sind notwendig, das ist klar, bedeutet für die Kunden aber auch eine noch größere Belastungsprobe angesichts zahlreicher Streckensperrungen. Die Bahn will darauf zumindest mit einer besseren Informationspolitik reagieren und verlässlichere schnelle Infos liefern digital und vor Ort. Sogenannte VVS-Kümmerer, schon lange von der Regionalversammlung eingefordert, sollen vor Ort zur direkten Unterstützung eingesetzt werden.
Der Schienenersatzverkehr muss entsprechend vorbereitet sein und verlässlich funktionieren. Dazu informierte die Bahn in einer kleinen Ausstellung vor der Sitzung des Verkehrsausschusses.
Aus den Erfahrungen der leidgeplagten Kunden der letzten Jahre hat man hoffentlich gelernt, besser zu informieren wo, wann, wie der Ersatzverkehr läuft. Die absolut nervigen Unannehmlichkeiten in diesem und im nächsten Jahr sind der „Neuordnung“ der Infrastruktur geschuldet.
Wenn die Kunden dann das Schienen-Jammertal durchlitten haben, hoffen wir inständig, dass mit S21 und dem digitalen Knoten Stuttgart alles reibungsloser verlaufen wird als bisher. Die Hoffnung stirbt zuletzt.
https://www.s-bahn-stuttgart.de/s-stuttgart/Betriebslage,
Text/Bilder: Hedy Barth-Rößler. Regionalrätin
Super Power mit dem Bauer – toller Dorfabend der Landjugend Sielmingen

Energiegeladener Dorfabend
Eine lange Anstehschlange vor der Halle, viel Jugend im Saal und eine richtig gute Stimmung: Wo sind wir? Richtig, beim Dorfabend der Landjugend Sielmingen. Selten einen Saal mit so vielen jungen Leuten gesehen!
Wer jetzt einen langatmigen Abend erwartet, hat sich gewaltig getäuscht. Neben traditionellen Volkstänzen wird mit modernen Tänzen über die Bühne gewirbelt. Der Nachwuchs hüpft mit eigenen Tänzen, aber auch schon bei den Großen tüchtig mit. Ein Kartoffel-Kuh-Sketch ist nicht nur sehens- sondern auch hörenswert. Putzfrauen halten sich während ihrem Tratsch vor dem Vorhand an ihren Besen fest.
Und das gerade bestellte Schnitzel mit leckeren, selbstgemachten Salaten steht prompt auf dem Tisch. Vielen Dank für den tollen unterhaltsamen, abwechslungsreichen Abend und den super Service von der Küche und den Bedienungen.
Das war eben ein Abend mit „Power to the Bauer“, mit viel Spass, sprühender Energie von allen Seiten, mitreißender Stimmung und viel ehrenamtlichem Engagement. Super gemacht!
Text: Hedy Barth-Rößler. Regionalrätin
Bilder: Jonas Alber
Hufeklappern in der Stadt – 101. Pferdemarkt in Bernhausen

Trotz kühler Temperaturen und kalter Zugluft strömten viele Schaulustige zum 101. Pferdemarkt nach Fil-Bernhausen.
Pferdeprämierungen begleitet von professioneller Moderation, Krämermarkt, historischer Markt mit altem Handwerk, historische Traktoren. Auch kulinarisch wurde viel geboten.
Neben Wurst, Weck und Pommes gab es auch leckere Erbsen- oder Gulaschsuppe im warmen Zelt bei den Reservisten. Das unschlagbare Kuchenbüfett der Landfrauen im Bürgerzentrum war wieder der absolute Hammer. Kuchen wie von der Oma, da kommen nicht nur lukulische Erinnerungen in den Sinn. Das Bürgerzentrum platzte fast aus allen Nähten.
Beim Umzug waren die großen Kaltblütergespanne die große Attraktion mit bis zu zehn Pferden an der Deichsel. Aber auch die große Gruppe der kleinen Steckenpferdchen konnte das Publikum begeistern. Am Sonntag folgte dann die große Reitshow des Reit- und Fahrvereins Filderstadt in der Reithalle in Sielmingen.
Vielen Dank an alle Ehrenamtlichen, die so ein großes Ereignis erst überhaupt möglich machen. Filderstadt sagt Danke.
Text/Bild: Hedy Barth-Rößler, Regionalrätin, Vorsitzende Stadtverband
Kommunale Kehrwoche – Gemarkungsputzete im Märzen…

Erfolgreiche Gemarkungsputzaktion 2025
Über 200 Menschen, Groß und Klein, haben sich am sonnigen Samstagmorgen zur Gemarkungsputzaktion eingefunden und erfolgreich die Gemarkung von sinnlos hingeworfenem Müll befreit. (Wer wirft eine leere Fischdose aus dem Wagen?)
Als Dankeschön gab es eine Schildmütze mit 50 Jahre Filderstadt Emblem und ein gemeinsames Mittagsmahl mit Linsen, Spätzle und Würstchen. Vielen Dank an die vielen helfenden Hände, vor allem an die vielen Kinder und Jugendlichen, die mitgeholfen haben. Auch der Jugendgemeinderat /JGR) hat sich tatkräftig beteiligt. Danke auch an die gute Organisation. Wir wurden auch auf den Laufstrecken mit Flüssigkeit und aufmunternden „Leckerlis“ versorgt.
Für die Freien Wähler haben Alexander Lovasz und Hedy Barth-Rößler bei der kommunalen Kehrwoche mitgemacht.
Mit auch dem Bild: (von links nach rechts) Thorwald von Teuffel, Leonid aus der Ukraine, Andrea Jelic und OB Christph Traub.
Text/Bild: Hedy Barth-Rößler, Regionalrätin, Vors. Stadtverband
„Ich möchte noch ein Tütchen“ – Workshop und Kabarett – Internationaler Frauentag

30 Frauen stehen sich in zwei Kreisen gegenüber: Beim drei Minuten Speed-Dating summt es wie in einem Bienenschwarm. Zum internationalen Frauentag veranstaltet das Referat für Chancengleichheit in der Filderstädter Filharmonie einen Workshop „Women after Work“ zum Netzwerken.
Um 20 Uhr folgt die Kabarettistin Barbara Ruscher mit ihrem mitreißenden, funkensprühenden Programm „Mutti ist die Bestie“. Wir hören von Tütchen (nicht was Sie jetzt denken). Nein Geburtstagstütchen für die kleinen zahlreichen Gäste. Wir hören von immer pompöser werdenden Kindergeburtstagen, bei denen sich die Eltern gegenseitig übertrumpfen, Kartoffelsackallergien, Buchstabensuppen mit pädagogischem Anspruch und WCreinigendem Cola. Pupertierende Teenager rauben einem den letzten Nerv. Topfschlagen und Sackhüpfen ist den Kindern inzwischen unbekannt. Aber eine Gegenbewegung scheint im Anmarsch zu sein. Das Publikum ist begeistert und lacht oft zustimmend (anscheinend von gleichen Erfahrungen geprägt).
Am Ausgang bekommen wir noch eine schöne Rose zur Feier des Tages an die Hand. Vielen Dank an Frau Dr. Omran und ihr Team für die Organisation dieses abwechslungsreichen Angebots.
Wir wünschen allen einen frohen Internationalen Frauentag 2025!
Text/Bild: Hedy Barth-Rößler, Regionalrätin, Mitglied Frauenbeirat
Ein gutes musikalisches Werk: Benefizkonzert mit Big Band

Klangvolle Symbiose aus Musiknoten und Geldnoten – Benefizkonzert mit wichtiger Spende
Jazz und Swing lassen in der Uhlberghalle die Fußspitzen wippen. Unterstützt von zwei stimmstarken Sängerinnen spielt die Reservisten Big Band ein tolles, mitreißendes Potpourri vieler bekannter Melodien u.a. von Tina Turner, Santana, Top Gun Filmen und Abba.
Alle kommen auf ihre Kosten – und das bezieht sich nicht nur auf die Anwesenden. Der Erlös des Abends (über 9000 Euro), der organisiert wurde vom Rotary Stuttgart-Filder, geht an ein Waisenhaus auf den Philippinen und an den Vereine Frauen helfen Frauen Filder e.v., die in Bernhausen in ihrem Beratungszentrum professionelle Hilfe und Unterstützung anbieten für Frauen, die häuslicher und partnerschaftlicher Gewalt ausgesetzt sind. Der Verein betreut auch das Frauenbaus. Die Fälle sind in den letzten Jahren weiter ansteigend.
Regionalrätin Hedy Barth-Rößler und Gemeinderätin Cornelia Olbrich, die sich auch im Vorstand des Vereins engagiert, setzen sich gemeinsam mit dem Frauenbeirat von Filderstadt dafür ein, die Finanzierung des Vereins durch Filderstadt und die Fildergemeinden auf eine dauerhafte und verlässliche Basis zu stellen.
Diese Forderung wird auch gestützt von einer entsprechenden Empfehlung, die der Frauenbeirat verabschiedet hat und die an alle Fraktionen im Gemeinderat weitergeleitet wurde.
Die Beratungen zur Finanzierung finden im nächsten BKSA statt (Mittwoch, 12. März, Punkt 2 auf der Tagesordnung).
Text/Bilder: Hedy Barth-Rößler, Regionalrätin