Archive: November 2025

25. November 2025

Orange The World – Aktionstag Stopp Gewalt gegen Frauen

Orange The World – 25. November – Internationaler Aktionstag zu Stopp  Gewalt gegen Frauen

Zuhause sollte für alle der sicherste Ort sein, doch für manche – überwiegend Frauen – ist es oft der gefährlichste Ort für die eigene Sicherheit. Am 25. November – dem internationalen Tag zum Thema Gewalt gegen Frauen, ausgerufen von den Vereinten Nationen – werden wir alle immer wieder an diese unschöne Tatsache erinnert, die wir den Rest des Jahres gerne vergessen oder ignorieren: Laut Präsident des BKA (Biudeskriminalamt) waren im Jahr 2024 in Deutschland über 187000 Frauen Opfer von häuslicher Gewalt. Allerdings wird nur ein Bruchteil der Gewalttaten, so das BKA, angezeigt – und zwar unter 5 Prozent!

Was ist zu tun? Wichtig ist die Aufmerksamkeit für dieses Gewaltthema in der Mitte der Gesellschaft – und das nicht nur am 25. November. Die Betroffenen dürfen nicht unsichtbar im Bewusstsein der Gesellschaft sein. Wo finden sie Gehör, Hilfe und Unterstützung? Wie kann Prävention funktionieren? Fachleute und Psychologen halten Antigewalt-Training für Täter sehr wichtig. Johanna Niendorf von der Uni Leipzig sieht immer noch „eine weit verbreitete sexistische Einstellung (Frauen seien untergeordnet) in vielen Gesellschaften, die Gewalt gegen Frauen begünstigt“. (Quelle: ZDF Morgenmagazin). Wir wollen aber auch nicht unterschlagen, dass über 20 Prozent Männer von häuslicher Gewalt betroffen sind.

Wichtig ist für alle Betroffenen, dass es Hilfsangebote und Anlaufstellen gibt. Beim Filderstädter Referat für Gleichstellung gibt es Informationen und Hinweise zur Hilfe: https://www.filderstadt.de/site/Filderstadt-Internet-2019/get/params_E-1636699791/17846147/Barrierefrei%20Ha%CC%88usliche_Gewalt_03.pdf

 

Text: Hedy Barth-Rößler, Vors. Stadtverband
Collage: Stadtverwaltung, Vereinte Nationen, Orange The World

 


24. November 2025

FAHR-lässig – erneute Verschiebung der ERöffnung S21 – Wie lange noch?

FAHR-lässig – erneute Verschiebung der Eröffnung von S21 – Wie lang noch?

Unvorbereitet rauscht am Mittwoch die Hiobsbotschaft durch den Äther, dass die Eröffnung von S21 erneut verschoben wird, obwohl dem Verband Region Stuttgart noch vier Wochen zuvor signalisiert wurde, alles sei ok. Die neue Bahnchefin hat nach ihrem ersten Einblick in S21 die Notbremse gezogen.

Der Verkehrsausschuss der Region Stuttgart erfährt in seiner Sitzung am Freitag, dass die DB Mitte 2026 einen Zeitplan verkünden könne. Die Mitglieder des Verkehrsausschusses der Region Stuttgart trauen ihren Ohren kaum. Was passiert dann inzwischen mit den Plänen für die Baustellen, Sperrungen, Schienenersatzverkehr für die S-Bahn, die für die nächsten zwei Jahre bereits festgelegt sind.Verlaufen diese wie bereits geplant, gibt es auch hier Verschiebungen oder Entzerrungen? Die erste Sperrung steht im Dezember an. Wie lange soll der Verband hier noch warten können? Bis Mitte nächsten Jahres auf einen informativen Zeitplan über S21 warten – für Entscheidungen, die jetzt getroffen werden müssen oder zumindest in den nächsten Wochen oder Monaten. Echt jetzt? Das geht gar nicht. Die Baumaßnahmen für die Digitalisierung müssen laufen, ob die Eröffnung von S21 verschoben wird oder nicht. Im Bereich Digitalisierung hat man sowieso viel zu viel Zeit ungenutzt verstreichen lassen. Die Stammstrecke sollte im ursprünglichen Plan nur 3 Jahre im Sommer gesperrt werden. Jetzt sind wir geplant schon bei sieben Jahren. Das Vertrauen der Fahrgäste und auch der Vertragspartner rutscht gerade auf ganz dünnem Eis und ist bei vielen schon eingebrochen.

Der Verband fordert weitere Informationen Anfang des Jahres und nicht erst in sechs Monaten. Die große Problematik stecke in der Digitalisierung, so die Begründung der DB.Welche Probleme hat die japansiche Firma bei den Zulassungsverfahren. Ist das die einzige Begründung der Verschiebung oder gibt es noch weitere Aspekte?

Hier betrete man absolutes Neuland in diesem Pilotprojek, lautet die Aussage der Vertreterin der DB: Die Digitalisierung soll S21 zum modernsten Bahnhof-Knotenpunkt Europas machen – wenn er dann irgendwann mal öffnet.

Text: Hedy Barth-Rößler. Regionalrätin Fraktion Freie Wähler Region Stuttgart

Collage: Verband Region Stuttgart, Barth-Rößler

 


14. November 2025

Doppelhaushalt 2026/2027 Filderstadt – Quo vadis?

Pressemeldung der Freie Wähler Fraktion Filderstadt

Der von der Verwaltung der Stadt Filderstadt vorgelegte Entwurf des Doppelhaushaltes 2026/2027 für die Stadt Filderstadt zeigt die Schräglage der kommunalen Finanzen.

Die Freie Wähler Fraktion hat folgende Anfragen an die Verwaltung:

1 Die Kämmerei und der Oberbürgermeister bemängeln ein strukturelles Defizit – die Freien Wähler haben dies die letzten Jahre stets angesprochen!
Dennoch ist keine Einsparung der Verwaltung im Blick auf die Personalsituation geplant – im Gegenteil! Und dies, obwohl ein entsprechender interfraktioneller Antrag von Freien Wählern, CDU und FDP vorliegt.

2 Anstelle solcher struktureller Verbesserungen schlägt die Verwaltung eine Erhöhung der Grundsteuer vor, und dies, obwohl durch die Umsetzung der Grundsteuerreform bereits zum Teil nicht unerhebliche finanzielle Verwerfungen entstehen und eine Erhöhung die ohnehin bereits hohen Mietkosten weiter belasten. Und obwohl einerseits unterstrichen wird, dass die Gewerbesteuereinnahmen der Stadt angesichts der Wirtschaftskrise reduziert sind, wird zur Krise noch eine Gewerbesteuererhöhung hinzugefügt.

3 Die Fraktionen von Freien Wählern, CDU und FDP haben nach der Klausurtagung im Herbst drei Grundsatzanträge gestellt, die unter anderem die Unterbringung der Blaulichtfamilie sowie die Wohnraumsituation und eine zentrale Unterbringung der Verwaltung betreffen. Diese Anträge sind im Haushaltsentwurf – wenn überhaupt – nur in Ansätzen berücksichtigt.

Die Freie Wähler Fraktion kann deshalb dem vorgelegten Entwurf, insbesondere einem vorgezogenen Beschluss zur Erhöhung der Grund- und Gewerbesteuer nicht zustimmen.

Text: Stefan Hermann, Fraktionsvorsitzender
Grafik: Hedy Barth-Rößler, Vorsitzende Stadtverband, Regionalrätin