Archive: März 2026
25. Frühlingsfest Plattenhardt

25. Frühlingsfest Plattenhardt – „Karriere mit Lehre“
Zum jubilierenden 25. Mal wurde das Frühlingsfest in Plattenhardt, dieses Mal im vollen Haus von
Alnatura, offiziel eingeläutet. Mitinitiator Richard Briem betonte bei der Eröffnung den Wert des
Handwerks, in dem man sehr gut und dauerhaft – gerade auch in heutigen Zeiten – „Karriere mit
Lehre“ machen kann. Mitbegründer Rainer Hörz thematisierte den wirtschaftlichen Aspekt der
heimischen Industrieschau des oft familiär geprägten Mittelstands. Der Weg sei nicht immer einfach,
denn „Erfolg ist keine Tür, sondern eine Treppe“, aber dieser Weg werde mit viel Sachverstand und
Herzblut gegangen.
Wir Freien Wähler wollen uns nicht im Glanze dieses lokalen Festivals sonnen, aber wir bewundern
den ökonomischen und ehrenamtlichen Einsatz für die heimische Wirtschaft, Gemeinschaft und
Kommunalpolitik von Filderstadt von unserem Mitglied (Stadtverband, Gemeinderat und Kreistag)
Richard Briem. Seit Jahrzehnten glüht er für seine vielfältigen vielseitigen Aufgaben und läuft mit 4
Zylindern auf Hochtouren. Er hat ein großes Herz für seine Mitmenschen. Ein besonderer Herzschlag
gilt schon immer der Förderung der Jugend und der Ausbildung im Handwerk. Diesem
außergewöhnlichen Engagement zollen wir großen Respekt und Hochachtung. Allerdings ist auch
eine Gallionsfigur nichts ohne die entsprechenden Gefährten und Unterstützer, die ihn auf diesem
einsatzreichen Weg begleiten.
Text/Bild: Hedy Barth-Rößler, Regionalrätin, Vors. Stadtverband
Siloparty in Sielmingen

Siloparty in Sielmingen – Bunter Abend der Landjugend
Wenn man von einer Siloparty in Sielmingen hört, dann kann nur die Landjugend von Sielmingen im Spiel sein. Und das ist sie dann auch buchstäblich auf der Bühne im überquellenden Zuschauersaal in der Wielandhalle beim jährlichen bunten Abend. Die Hütte tobt, nicht nur bei den entzückenden Tanzauftritten vom (noch) kleinen Nachwuchs. Man sieht die Aufgeregtheit und freut sich anschließend nach gelungenem Auftritt über das breite erleichterte (und auch zurecht stolze) Strahlen in den kleinen Gesichtern. Geboten wird auf der Bühne die ganze Bandbreite zwischen historischen und traditionellen Tänzen wie „Muckenbatscher“ oder „Strohschneidertanz“ sowie modernen, spritzigen und quirligen Tanzdarbietungen.
Im Sketch zeigt sich die dramaturgische Herausforderung der technischen und manuellen Befüllung eines Silos, meisterhaft gelöst durch schwäbische Bauern-Schläue. Im Zweifelsfalle hilft immer „machen Pause, essen Schwarzwurst“. Kühe steigern ihre Milchproduktion durch prozentuale Beigabe ins Trinkwasser. Über eigenartige Kartoffeln schnauben sie nur verächtlich. Zwei schwäbische Putzfrauen verkürzen bewährt humorvoll die Umbaupausen und greifen im Zweifelsfalle auch mal zur meditierenden Beruhigung einer Schwarzwurst.
Ein gelungener, absolut kurzweiliger Abend für alle Generationen. Das Publikum wird kulturell und kulinarisch verwöhnt. Das Schnitzel mit selbstgemachtem Kartoffel- und Krautsalat ist der Hammer und aller Mühen wert, die sich so viele Hände in der ganzen Vorbereitung gemacht haben. Da kann man nur von Herzen alle Mithelfenden vor, auf und hinter der Bühne, in der Küche und wo auch immer ein großes Dankeschön sagen – und wieder gespannt sein auf den bunten Abend im nächsten Jahr.
Text/Bilder: Hedy Barth-Rößler
Was ist möglich? – Kreativität im Ideenzug

Was ist möglich? – Kreativität im Ideenzug – Infofahrt des Verkehrsausschuss Region Stuttgart nach Frankfurt
Wie sieht die S-Bahn der Zukunft aus? Welche Anforderungen muss sie erfüllen? Wie können Kundenwünsche am besten umgesetzt werden? Diesen Fragen gingen die Mitglieder des Verkehrsausschusses der Region Stuttgart auf ihrer Infofahrt nach Frankfurt nach. Zu besichtigen war der Ideenzug der DB Region in Frankfurt-Rödelheim. Der Ideenzug ist eine offene Entwicklungsplattform, die physisches Erleben ermöglicht und wertvolle Impulse für die Fahrzeuggestaltung im Innenraum gibt. Der Ideenzug ist ein Modell, vollgepackt mit Ideen, die ihre Tragfähigheit buchstäblich unter Beweise stellen müssen. Ausgangspunkt aller Überlegungen ist immer der Kundenwunsch bzw. die Kundenbefindlichkeit.
Schwerpunktmäßig geht es im ersten Teil um die Innenausstattung der Bahn. Für Fahrgäste soll die Fahrtzeit keine verlorene Lebenszeit sein. Immerhin verbringen manche Pendler locker zwei Jahre ihrer Lebenszeit in einer S-Bahn. Das Innenraum- Erlebnisgefühl der Fahrgäste ist ein entscheidendes Wahrnehmungselement. In Studien lässt sich nachweisen, dass ein angenehmes, atmosphärisch wohliges Innendesign und Innen-Erlebnis der S-Bahnfahrt die Kundenzufriedenheit deutlich steigern, auch in Punkto gelassenerer Umgang mit anderen Punkten wie Pünktlichkeit oder Zuverlässigkeit. Das überrascht im ersten Moment schon, ist aber nachvollziehbar.
Bei der Besichtigung des Ideenzugs, der verschiedene Varianten eines Modulsystems aufzeigt, wird uns schnell klar, dass das realistische Erleben von Varianten viel prägnanter ist als jede Zeichnung, Grafik oder Bild. Ein Vierer-Sitz lässt sich flott in eine Dreier-Variante umbauen, verschiedene Möglichkeiten der Sitzanordnung oder vor allem die Bedeutung des Licht-Designs. Wer hätte von uns Laien gedacht, dass ein warmes, aber zu helles Licht in der Psyche der meisten Menschen eher das unangenehme (meist unbewusste) Empfinden eines Brandes auslöst. Daher muss das Licht zwar warm (und nicht kalt sein), aber es muss gedämpft sein. Wir können selbst am Licht- und Farb-Regler „spielen“, was natürlich gerne in Anspruch genommen wird, und stellen flott verschiedene Licht- und Farbverhältnisse her und können sofort die unterschiedliche Wirkung beurteilen. Wie kann ein Innenraum offen für den Fahrkomfort und das Wohlbefinden der Psyche und gleichzeitig sicher und funktionell gestaltet werden?
Eine besondere Herausforderung bei der Gestaltung einer S-Bahn liegt in der Zeitspanne. Das Fahrzeug hat normalerweise eine Lebensdauer von rund 30 Jahren. Wie sieht die S-Bahn-Zukunft im Jahr 2040 und später aus, wenn ein neues Fahrzeug in den nächsten Jahren auf die Schiene gehen soll? Das vorherzusagen – ohne eine verbindliche wahrsagende Glaskugel – ist für Technik und Design äußerst anspruchsvoll. Die Maßgabe für das Projekt S-Bahn2029+ ist eine größtmögliche Standardisierung mit einer größtmöglichen Individualisierung und Flexibilität zu verbinden. Auch darüber muss sich der Verkehrsausschuss in der nahen Zukunft für die Ausschreibung des neuen S-Bahn-Vertrages für die Region Stuttgart auseinandersetzen.
Text/Bilder: Hedy Barth-Rößler, Regionalrätin Fraktion Freie Wähler Region Stuttgart
Doppelhaushalt 2026/2027 – Stellungsnahme der Freien Wähler zur aktuellen Situation
Aktualisierung:
Nachdem die FW, CDU und FDP einen gemeinsamen Antrag zur Konretisierung der Ziele und der Zeitschiene zum Haushalt gestellt haben, um einen gangbaren Weg zu finden, wurde der Doppelhaushalt 2026/27 am Montag, 16.3., mit zwei Nein-Stimmen mehrheitlich verabschiedet. Nun kommt der Haushaltsentwurf zum Regierungspräsidium Stuttgart, wo er genehmigt werden muss, um dann letztendlich gültig zu werden.
Hier nun einige Konkretisierungen der Freien Wähler zur (hoffentlich ruhigen und sachlichen) Debatte über den Doppelhaushalt 26/27
Am Montag, 16.3., findet die Gemeinderatssitzung um 18 Uhr in der Filharmonie statt. Wer sich für das Thema Haushalt interessiert und wie es mit der Verabschiedung aussehen wird, sollte bei der Gemeinderatssitzung vorbeischauen. Es wird sicherlich interessant.
Hier nun die Stellungnahme zum Doppelhaushalt von Vorsitzender Stefan Hermann für die Freie Wähler Fraktion im Gemeinderat Filderstadt:
Seit Frühjahr 2025 zeichnet sich ab, dass die Haushaltssituation der Stadt Filderstadt für den Doppelhaushalt 2026/27 schwierig wird. Gemeinsam haben deshalb die Freie Wähler, die CDU- und die FDP-Fraktion schon damals gemeinsam Überlegungen angestellt, wie diese Situation möglichst gut bewältigt werden kann. Nur wenige Wochen nach einer Klausurtagung des Gemeinderates im Frühjahr 25 haben die drei Fraktionen gemeinsame konkrete Anträge eingebracht, beispielsweise was die Reduktion der Personalkosten, die weiteren Planungen einer zentraleren Verwaltungsstruktur und eine zukunftsfähige Unterbringung der Blaulichtfamilie betrifft. Insbesondere im Blick auf die Reduktion der Personalkosten wurden wir von den anderen Fraktionen heftig kritisiert.
Inzwischen hatte sich die Haushaltssituation weiter verschärft. In den Haushaltsreden im Dezember haben Freie Wähler, CDU und FDP deshalb in verschiedenen interfraktionellen Anträgen ihre Einsparvorschläge weiter konkretisiert. Konkrete Einsparvorschläge der anderen Fraktionen gibt es leider nicht. Aufgrund der wirtschaftlichen Situation und der nicht unproblematischen Veränderungen der Grundsteuererhebung haben Freie Wähler, CDU und FDP den Verwaltungsvorschlag einer Steuererhöhung abgelehnt.
Einige unsrer Haushaltsanträge wurden inzwischen berücksichtigt: So hat die Verwaltung eine Liste von Immobilien und Grundstücken vorgelegt, die in den kommenden Jahren veräußert werden sollen. Dadurch können anstehende Investitionen getätigt werden. Inzwischen konnten auch mehrere Millionen aus dem Sondervermögen von Bund und Land für anstehende Investitionen eingeplant werden.
Doch: das strukturelle Defizit, das die Wirtschaftskraft der Stadt verdeutlicht, konnte trotz Tariferhöhungen nicht so vermindert werden, dass eine Genehmigungsfähigkeit durch das Regierungspräsidium ohne weiteres gegeben ist. Einige noch unkonkrete Überlegungen sind angestellt, die konkreten Auswirkungen jedoch noch völlig unklar. Deshalb drängen wir darauf, dass die Verwaltung konkrete Ziele mit konkreten Etappenzielen benennt, mit deren Hilfe das strukturelle Defizit nachhaltig abgebaut werden kann. Ohne solche konkreten Angaben mussten wir es in den drei Ausschüssen ablehnen, den Haushaltsentwurf zur Beschlussfassung zu empfehlen.
Bereits seit 1.1.26 kann die Stadt aufgrund eines fehlenden Haushaltes nur die laufende Verwaltungstätigkeit und begonnene Maßnahmen finanzieren. Daran ändert ein Aufschub einer Verabschiedung des Haushaltes nichts. Ohne zügige, aber nachhaltige Nacharbeit, die im Beschluss konkrete Ziele beinhaltet, halten wir eine Zustimmung für problematisch. Denn wir wollen, dass die Liquidität von Filderstadt auch weiterhin gegeben ist. Das verstehen wir als nachhaltiges und generationengerechtes Haushalten. Angriffe anderer Fraktionen, zumal wenn diese keinerlei Einsparvorschläge zur Behebung des strukturellen Haushaltes eingebracht haben, nehmen wir deshalb gelassen, zeigen sie doch klar und deutlich, wer nicht nur kurzfristig, sondern nachhaltig für das Wohl der Bürgerschaft eintritt. (Stefan Hermann)
Bild: Hedy Barth-Rößler, Vors. Stadtverband
Gezeichnete Geschichten – Comic-Ausstellung Auftakt Anti-Rassismus-Wochen in Filderstadt

Comic-Ausstelluing „Wie geht es Dir? – Auftakt zu Anti-Rassismuswochen ( 15.-29. März) in Filderstadt
Ausgangspunkt der gezeichneten Bilder-Geschichten ist der 7. Oktober 2024, der Anschlag der Hamas auf Israel. Die Ausstellung bietet Raum für unterschiedliche Perspektiven. Entstanden sind die Comic-Geschichten nach Interviews und Begegnungen, die Reaktionen in der Gesellschaft nach dem 7. Oktober aufzeichnen.
Julia Kleinbeck, eine bekannte Künsterlin in der kleinen deutschen Komikszene erzählt bei der Ausstellungseröffnung in der Artothek in Sielmingen von der Entstehungsgeschichte des Projekts, das inzwischen eine Wanderausstellung ist, die auch an vielen Schulen gezeigt wird. „Wir müssen das aufzeichnen.“
Nicht laut, sondern die Zwischentöne zeigen. Vorgabe für die Künstler war nur das quadratische Format und das Thema „Wie geht es Dir?“
Die Bildergeschichten kann man zu den Öffnungszeiten der Artothek in Sielmingen besichtigen (donnerstags und freitag von 15-19 Uhr, sonntags 14-18 Uhr). Verschiedene Positionen werden dargestellt, die Angst gezeigt, die Vereinzelung, aber auch Ermutigung.
Trotz der Schwere und Komplexität des Themas sollen die Betrachter die Ausstellung nicht schwermütg verlassen, sondern mit der Ermutigung im eigenen Alltag in Zukunft zu fragen oder zumindest darüber nachzudenken: Wie geht es Dir? – Sehenswert und nachdenkenswert.
Text/Bild: Hedy Barth-Rößler, Regionalrätin, Vorsitzende FW Filderstadt