Harfenklänge, Farbenrausch, Hexenkessel – Ausstellung in städtischer Galerie

Harfenklänge, Farbenrausch, Hexenkessel

Zwischen Bild und Ton, zwischen Farbe und Material – bei der Ausstellungseröffnung in der Städtischen Galerie erzählen Susanne Maurer (Malerei) und Margot Spuhler (Skulptur) vom künstlerischen Entstehungsprozess, der für beide die eigentliche Kunst ist. Sie lassen die Kunst sich im Prozess entwickeln, das Ergebnis ist nie am Anfang schon definiert.

Bei Maurer spielt der Horizont neben Farbenrausch und Farbfeld-Abstraktionen in ihren Landschaftsbildern die Hauptrolle. Spuhler fühlt sich bei ihrer Bearbeitung von gebrannter Erde, von Ton in verschiedenen Phasen wie in einer „chemikalischen Hexenküche“. Für beide ist die Freude am Machen, das Ausprobieren, das Entwickeln die Kunst an sich. Das Ergebnis erfreut dann die Kunstinteressierten.

Die Saiten einer Harfe seien fast symbolisch für die Gemeinschaft einer Stadtgesellschaft, eröffnet OB Christoph Traub seine Begrüßung und würdigt das intensive Engagement des Vorstands der Künstler der Filder e.V. (immerhin organisieren sie mehrere Ausstellungen im Jahr und bringen ungewöhnliche Kunstschaffende auf die Filderebene).

Die Harfe kam bei der Veranstaltung gleich dreimal ins Spiel. Der zehnjährige Qiuyang Yue lässt auf den Saiten sein außergewöhnliches Talent erklingen. Auf neugierige Nachfrage meinerseits nach der Veranstaltung gesteht der stolze Papa, dass Qiuyang schon als Vierjähriger seine Liebe für die Harfe entdeckt hat (und ließ sich auch von Papa nicht auf eine Geige umstimmen). Und das konnte man bei seinem Spiel direkt miterleben und nachspüren.

Die Ausstellung „Malerei und Skulptur“ ist noch bis 10. Mai in der städtischen Galerie Filderstadt (Bonlanden) zu sehen. (Öffnungszeiten: Do: 10-12.30 Uhr / Sa: 15-18 Uhr / So: 11-17 Uhr)

Text/Bild: Hedy Barth-Rößler, Regionalrätin FW