„Klimawandel in der Region“, über dieses Thema referierte Thilo Streck, Professor für Biogeophysik an der Uni Hohenheim, beim sehr gut besuchten Neujahrsempfang der Freien Wähler Filderstadt e.V. im Bürgerzentrum in Bernhausen.

Zunächst erläuterte er die verschiedenen Bemessungsgrundlagen für die Szenarien-Modelle, mit denen Aussagen für die Zukunft halbwegs genau getroffen werden sollen. Die Modelle wurden in den letzten Jahrzehnten genauer, da man das Bemessungsraster immer weiter verkleinern kann, zurzeit liegt es bei 12 x 12 Quadratkilometer. Aber die Fehlerquote kann bei den Klimasimulationen der Zukunft mitunter immer noch bei fast 50 Prozent liegen. Berechnet werden Modelle wie „Weiter so“ oder „Klimaszenario“.

 

 

 

Dennoch lassen sich einige Aussagen treffen, wenn auch nicht bis ins kleinste Detail. Bei den Klimasimulationen gibt es in  den Regionen Deutschlands keine krassen Unterschiede.
– Die Frosttage werden in der Region abnehmen, bis zu 50 Tage weniger im Jahr 2080.
– Die Hitzetage mit über 30 Grad werden zunehmen.
– Im Sommer werden die Niederschläge geringer und  seltener, Dürreperioden werden häufiger und länger.
– Im Winter nehmen dafür Starkregenereignisse zu. Es fällt mehr Regen in kürzerer Zeit. Der Wasserkreislauf wird intensiver mit mehr Hagelstürmen und Starkregen.
– Das Klima wird flexibler, heftiger und unberechenbarer.

 

 

 

Längere Trockenzeiten wirken sich bei den guten Filderböden nicht ganz so dramatisch aus wie zum Beispiel in Brandenburg, da der hiesige  Lösboden Wasser sehr gut speichern kann. Dennoch wird die Landnutzung und die Bodennutzung in der Zukunft auf den Klimawandel reagieren müssen, zum Beispiel indem andere Pflanzen angebaut werden.

Hedy G. Barth-Rößler, Stv. Vors. Stadtverband Freie Wähler Filderstadt e.V.


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