Fiasko in der Kinderbetreuung – Eltern baden Fehler auf Bundes- und Landesebene aus

Inzwischen macht Filderstadt im Blick auf die Komplettschließung einer großen Kindertagesstätte aufgrund von Personalmangel und Erkrankungen Negativschlagzeilen.

Und dies, obwohl Stadtverwaltung und Gesamtelternbeirat mit allen Kräften bemüht waren und sind, die vorgesehenen Öffnungszeiten an allen Kitas möglichst aufrecht zu erhalten und – wie von uns Freien Wählern mehrfach gefordert – die Attraktivität der Stellen so gut wie möglich zu erhöhen. Dass andere Träger derzeit mit erheblichen übertariflichen Leistungen Fachpersonal abwerben, führt nicht zu einer Verbesserung der Gesamtsituation.

Bund und Länder haben den Ausbau der Kita-Angebote mit entsprechenden gesetzlichen Verpflichtungen vorangetrieben, ohne dabei den bereits zuvor bestehenden Fachkräftemangel mit entsprechenden Maßnahmen zu beheben.
Dass sich Eltern, die aus verschiedensten Gründen auf einen Kitaplatz angewiesen oder davon sogar abhängig sind, jetzt getäuscht fühlen, muss nicht wundern.

Umso verwunderlicher ist, dass mit der Einführung einer verpflichtenden Ganztagesbetreuung in Grundschulen genau dasselbe Fiasko droht und derzeit weder etwas dagegen unternommen wird noch Rahmendaten hierzu bekannt sind.

Hier sind alle politischen Parteien gefragt, die in Bund und Land vertreten sind, ihren Vertretungen entsprechend Druck zu machen. Denn schöne Worte auf kommunalpolitischer Ebene helfen den Betroffenen nicht.

Text: Stefan Hermann, Vorsitzender Freie Wähler Fraktion Gemeinderat Filderstadt
Bild: Hedy Barth-Rößler, Stv. Vor. Stadtverband Freie Wähler Filderstadt e.V.

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