Allgemein

28. Juli 2026

Wechsel im Gemeinderat

Wechsel im Gemeinderat in der Freie Wähler Fraktion: Jonas Alber folgt auf Andreas Schweizer

2009 wurde Andreas Schweizer in den Gemeinderat von Filderstadt gewählt und hat sich in diesem zeitintensiven Ehrenamt 17 Jahre lang mit seinem Sachverstand, seiner Expertise und seinen Argumenten eingebracht. Sein Blick reichte weit über Filderstadt hinaus in ferne Länder. Die globalen Erfahrungen hat er in seine ehrenamtliche Tätigkeit mit einfließen lassen, zum Beispiel beim Umwelt- und Klimaschutz, dem Schutz der guten Filderböden und vieles mehr. Sein weiteres Engagement für Tante Filda Unverpackt und für das DRK unterstreichen seinen Einsatz für die Gemeinschaft und für die Umwelt.

In seiner Dankesrede im Gemeinderat beschreibt Fraktionsvorsitzender Stefan Hermann „auch wenn der passionierte Jäger und Jagdhornbläser in den politischen Debatten nicht immer ins gleiche Horn geblasen habe, haben seine Ansichten die Diskussionen und die Fraktionsarbeit sehr bereichert“.

Oberbürgermeister Christoph Traub würdigt in der offiziellen Veranschiedung in der Gemeinderatssitzung ebenfalls das langjährige Engagement von Andreas Schwiezer im kommunalpolitischen Ehrenamt als Stadtrat.

Wir Freie Wähler bedanken uns alle bei Andreas Schweizer für seinen Einsatz, seine Hingabe, seine Beiträge und seine Leiden schaft für die Gemeinschaft, für die Bürgerschaft und für die Umwelt. Er wird die Fraktion „von außen“ weiterhin gerne mit Rat und Tat begleiten.

Sein Nachfolger ist Jonas Alber, der sich nach der Kommunalwahl 2024 bereits in die Fraktionsarbeit und im Stadtverband mit eingebracht hat. Herzlichen Glückwunsch. Wir wünschen ihm für seine neue ehrenamtliche Aufgabe viel Erfolg, viel Energie, viel Weitblick, Mut Dinge auch mal anders zu sehen und zu denken und vor allem auch Spass und Freude an der Aufgabe.

Text/Bilder: Hedy Barth-Rößler
 


21. Juli 2026

Polit-Talk im Kreis: Wenig Anlass zu Optimismus – aber Zuversicht ist wichtig

 

Polit-Talk bei Kreiskonferenz der Freien Wähler im Landkreis Esslingen auf dem Weingut Bayer in ES-Rüdern

Die Aussicht vom Weingut ins Neckartal besänftigt die Seele und stimmt wohlgemut. Auch wenn die politischen Botschaften auf der Kreiskonferenz der Freien Wähler nicht unbedingt positiv stimmen, denen die Anwesenden auf der sonnigen Terrasse mit Blick ins Tal lauschen.

Mit Blick auf die Region Stuttgart sticht zurzeit das Desaster um Stuttgart 21 ins Auge, das auch viele S-Bahn-Projekte vom Verband Region Stuttgart nicht nur zeitlich gesehen ins Abseits schiebt. Die Reaktion auf einen Brandbrief aus allen Kommunen und von den Landräten der Region, die Verkehrsumlage der Region für ein oder gar zwei Jahre auszusetzen, bleibt abzuwarten. Anträge der FW Regionalfraktion auf eine Haushaltsstrukturkommission oder Haushaltskonsolidierung stoßen in der Regionalversammlung bislang auf wenig Gegenliebe.

Nächstes Jahr blickt Esslingen auf 1250 Jahre Geschichte zurück, die sicherlich auch immer von steinigen Pflastern und harten Zeiten geprägt war – so wie auch jetzt wieder. Esslingen muss 32 Millionen an Gewerbesteuer zurückzahlen und Vorauszahlungen um 30 Millionen reduzieren. Das ist schon eine gewaltige Hausnummer. Der Gemeinderat ergreift 103 gezielte Maßnahmen, nächste Woche wird über einen Nachtragshaushalt abgestimmt. 40 Millionen müssen eingespart werden. 200 Vollzeitstellen sollen in den nächsten 4 Jahren durch Renteneintritt und Fluktuation (keine Kündigungen) eingespart werden. Hier noch optimistisch zu bleiben fällt schwer, aber die Zuversicht darf nicht verzagen, sondern man muss neue Schritte wagen.

Im Kreis sieht eine kurze, drastische Zusammenfassung so aus: Soziales lässt sich nicht mehr bezahlen, Kliniken sind chronisch unterfinanziert und die Kreisumlage (für die Kommunen) liegt bei 34.3 Prozent. Ursachen der Krise: die Aufgaben wachsen schier ins Unendliche, die Bürokratie ebenfalls (der Ruf nach drastischem Abbau erschallt schon seit Jahrzehnten) und die Standards erreichen Zielhöhen, die man sicherlich in zahlreichen Fällen in dieser Dimension hinterfragen kann. Beim Bundesteilhabegesetz sind die Kosten im Landkreis auf 100 Millionen im Jahr explodiert, davon 35 Millionen allein Verwaltungskosten, die bei den Betroffenen gar nicht ankommen, da jeder der 1000 Fälle als Einzelfall (ist gesetzlich so geregelt) behandelt werden muss – das kostet viel Zeit und auch Geld.

Der Landesverband der FW in BW hinterfragt in der Politik die Orientierung nach der Wirksamkeit und hat seine Forderungen auch bei der neuen Landesregierung platziert: Bürokratieabbau, kein Personalaufwuchs mehr. Leistungsgesetze mit Rechtsanspruch (ohne Konnexitätsprinzip = Bund bestellt, Bund zahlt) können die Kommunen nicht mehr stemmen. Der Griff in die kommunalen Kassen dürfe nicht mehr sein.

Die Herausforderungen an die Politik Lösungen in unbequemen und wirtschaftlich schweren Zeiten zu finden folgen der anwachsenden Steilkurve der Aufgaben. Es braucht klare Zukunftsperspektiven mit Ehrlichkeit und Pragmatismus auf allen Ebenen und einer erklärenden Transparenz zu den Bürgern. Hoffnungsschimmer für die Anwesenden verbreitet bildlich gesehen ein herrlicher Sonnenuntergang über dem Neckartal, der den in den Köpfen wabernden politischen Pessimismus zumindest heute Abend mit seiner Strahlkraft überlagern kann – und hoffentlich über den Abend hinaus.

Text: Hedy Barth-Rößler, Regionalrätin

Bild: Regional- und Kreisrat Frank Buss (Vorsitzender Kreisverband), Regionalrätin Hedy Barth-Rößler, Vorsitzender der Kreistagsfraktion Bernhard Richter und Stadt- und Kreisrat Richie Briem.

 


20. Juli 2026

Mit dem Doppeldecker auf Entdeckungstour durch Filderstadt

Kompakt, informativ, fahrenswert – Wer eine Reise macht (und sei sie noch so klein), der kann was erleben – und erzählen

Eigentlich kennt ja jeder schon alles in Filderstadt – oder doch nicht? Auf der Sightseeing-Tour durch Filderstadt unter der bewährten Reiseleitung von OB Christoph Traub und Stadtarchivar Dr. Nikolaus Back wird es nicht langweilig. Alle Plätze der beiden Tourfahrten im roten Doppeldeckerbus (eine Leihgabe der Stadt Stuttgart für die besondere Tour) sind ausgebucht.

Die erste Tour muss ein bisschen warten, denn der Busfahrer des Stuttgarter Doppeldeckers wartet versehentlich in der Karlstraße in Stuttgart auf uns anstatt in Filderstadt. Fluchs ändert er seine Fahrtrichtung auf die Fildern und ist 30 Minuten später da. Diese Zeit nutzen die Teilnehmenden (der ersten Tour) zum Eisessen oder munteren Gesprächen. Frohgemut und erwartungsvoll wird dann in den Bus eingestiegen. Das Faltdach wird bei strahlendem Sonnenschein und einem lauen Lüftchen geöffnet.

Eigentlich denken alle, sie wissen schon alles. Doch weit gefehlt. Erstens wirkt es ganz anders, wenn man die geballte Vielfalt von Filderstadt in 90 Minuten Fahrt kompakt erzählt und zu Gesicht bekommt – und zwar auf einem Art Logenplatz in oberster Höhe mit freiem Blick auch in so manches Nachbargärtlein. Es wird während der Fahrt auch mehrmals gewunken. Wir winken locker und lustig zurück.

Hier nun ein kleiner Ausschnitt der Highlights: Die Jakobuskirche in Bernhausen hat den ältesten Kirchturm Filderstadts von 1492. Spitzkraut ist ein kleines Nischenprodukt, Rotkraut hält sich besser. Der Stuttgarter Flughafen liegt überwiegend auf Filderstädter Gelände. Im Sielminger Archiv, ehemals eine Kapelle, liegt das älteste Dokument von Filderstadt von 1483. Die B27 wäre ausgebaut zu sechs Streifen doppelt so breit wie heute (aber das liegt noch in weiter Ferne, wenn überhaupt). Alles was liegend im Paket bei Boss weltweit verschickt wird, geht durch das Distributionszentrum in Bonlanden – außer nach Nordamerika. Das Pfarrhaus in Bonlanden war mal im 17. Jahrhundert eine Burg. Wer hätte das gedacht: Der Dirtpark neben dem ESG genießt weltweit einen hervorragenden Ruf und liegt in der Einschätzung der internationalen Szene auf Top 3. Das Gartenhallenbad in Bernhausen wird hoffentlich Ende 2027 fertig sein. Die Renovierung dauert länger, da die Betonsanierung (Stichwort Asbest) viel aufwändiger ist als ursprünglich angenommen.

Am Ende der luftigen und informativen Fahrt ist das einhellige Urteil der Teilnehmenden in luftiger Höhe: das war echt interessant. Man habe doch noch einiges erfahren. Es häbe sich echt gelohnt mitzufahren. – Dem kann ich nur voll und ganz zustimmen. (Und wir wissen auch warum die Teilnehmenden der zweiten Tour ebenfalls 30 Minuten verlängerte Wartezeit haben Denn wir haben trotz Verspätung natürlich nichts ausgelassen. Aber wir wissen auch: Vorfreude ist eben die schönste Freude)

Text/Bild: Hedy Barth-Rößler, Regionalrätin, Vors. Stadtverband Freie Wähler Filderstadt e.V.

 


2. Juli 2026

S-Bahn Neuhausen – wann wird sie tatsächlich auf die Gleise gesetzt?

Entgleisende Fassungslosigkeit – aber was hilft es.

Wir erfahren im Verkehrsausschuss der Region Stuttgart direkt von Vertretern der DB, wie nun der neue Zeitplan bei der Umsetzung von S21 aussehen wird. Aller Unmut, alle Verzweiflung und immenser Vertrauensverlust äußert sich in Diskussionsbeiträgen von Seiten des Verkehrsausschusses. ( Was hilf es außer Frustabbau.)
Die geplanten oder bereits in der Umsetzung befindlichen S-Bahn Projekte des Verbands Region Stuttgart sind unmittelbar von der neuen Zeitschiene negativ betroffen. Die bauliche Infrastruktur für die S-Bahn Neuhausen wird 2028 abgeschlossen sein. Die Bahn selbst wird aber erst frühestens 2030 auf die Gleise gesetzt, da die technische bzw digitale Infrastruktur bis dahin noch fehlt – sprich das Stellwerk zum Anbinden. Auf dieser Strecke wird nur noch die neue ETCS Sicherungstechnik (European Train Controll System) eingesetzt, die in der Zukunft automatisiertes bzw autonomes Fahren ermöglichen wird. Dazu ist die 3. Stufe des Digitalen Knoten Stuttgarts unerlässlich. Die Strecke Flughafen nach Filderstadt-Bernhausen wird als ETCS-Teststrecke benutzt werden, da man hier die Technik sowohl im Tunnel als auch auf der Strecke testen kann.
Der unterirdische Flughafen-Bahnhof wird auch erst 2030 in Betrieb genommen werden.

Die DB will die Stufe 3 des Digitalen Knoten, umsetzen. Diese ist ausschlaggebend für das S-Bahn-Umland von Stuttgart. Man habe die Dimension der Digitalisierung deutlich unterschätzt, so die DB. Hoffen wir, dass die jetzige Einschätzung zutreffender ist, nachdem der Zeitplan insgesamt um 5 Jahre verschoben ist und zusätzliche 3 Milliarden Euro kosten wird.
Die DB verspricht auch eine bessere Umsetzung des Schienenersatzverkehrs bei S-Bahn-Sperrungen und -ausfällen. Die Kundschaft sollte nicht mehr das gleiche (suboptimale) Erleben haben wie in den letzten Jahren. Der Verband Region Stuttgart pocht auf die strikte Einhaltung dieser für uns verbindlichen Aussagen.

Die DB nennt 4 hauptsächliche Gründe für das Missmanagement (katastrophale Desaster) :
– man hat die Dimension der Digitalisierung unterschätzt (das Ganze war doch wesentlich komplexer als gedacht, außerdem ist die DB in den Augen vieler Experten die Umsetzung der Digitalisierung sehr halbherzig angegangen.)
– Planungsprozesse waren nicht ausreichend fortgeschritten (man baut eben nicht, bevor die Planung transparent für alle abgeschlossen ist)
– Das Technikgebäude HBF Stuttgart, das schon 2013 fertiggestellt wurde, ist inzwischen „nicht mehr passend für den aktuellen Bedarf“ (das Technikgebäude ist komplett veraltet und überholt von der Aktualität)
zu späte Reaktion auf Normänderung bei der Stromversorgung (das jetzige Konzept ist leider nicht mehr genehmigungsfähig, weil sich die gesetzliche Anforderung inzwischen (2020!!) verändert hat, also muss nun ein neues Konzeopt her – Dauer 4 Jahre)

So ganz lässt sich die DB nicht in die Karten schauen, warum, wieso, weshalb so vieles schiefgelaufen ist, denn sie gibt ihre Zusammenfassung aus dem Revisionsbericht bekannt, der allerdings als interner Geschäftsbericht nicht veröffentlicht werden darf, kann oder wird.

Der Verkehrsausschuss verabschiedet eine 9-Punkte Forderung an die DB:
-S21 muss vollständig umgesetzt werden
-Baustein 3 des Digitalen Knoten Stuttgart ist vollständig umzusetzen
-Sperrpausen minimieren
-qualitativ neuer und verlässlicher Schieneneratzverkehr
-bestehende alte INfrastruktur solang benötigt wird aufrechterhalten
– Laufweg zum HBF möglichst schnell verbessern (ist für 2027 von DB zugesagt)
-regionale Ausbauprojekte forcieren (u.a. S-Bahn Neuhausen)
-Fokus auf Fahrgästen
-erwarten Verlässlchkeit, Transparenz und Tempo

Text/Bild: Hedy Barth-Rößler, Regionalrätin, Mitglied im Verkehrsausschuss
 


27. Juni 2026

Beeindruckende Gemeinschaft und Einsatz der Feuerwehr

Beeindruckende Gemeinschaft – Jahreshauptversammlung FFW Filderstadt

Diese Zahlen, die Stadtbrandmeister Jochen Thorns bei der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Filderstadt vorstellt, beeindrucken und zeigen die enorme Dimension des 24/7 an 365 Tage im Jahr Ehrenamts: über 7700 Übungsstunden, über 6600 Stunden Aus- und Fortbildung und über 6800 Einsatzstunden für die gesamte Feuerwehr im Jahr 2025. Davor kann man nur Respekt und Hochachtung haben, was hier im Ehrenamt tagtäglich in Filderstadt geleistet wird.

Wichtig sei gute Ausrüstung, gute Ausbildung, gute Infrastrukturen“, so Thorns in seinem Jahresbricht, das fördere die Motivation aller in der Gemeinschaft. Alle hätte das gleiche Ethos, und die gleiche Freude, gemeinsam für andere da zu sein.

Der runde Tisch zwischen allen Beteiligten in Filderstadt, der seit eineinhalb Jahren eine effektive offene Diskussions-Plattform biete, zeige Fortschritte, gerade angesichts der wichtigen häuslichen Infrastruktur, so Thorns.

Stadtbrandmeister Jochen Thorns und sein Stellvertreter Andreas Reeh wurden erneut für 5 Jahre Amtszeit gewählt. Herzlichen Glückwunsch.

An diesem Abend wird der starke Zusammenhalt deutlich, gemeinsam für die Gemeinschaft da zu sein. Darauf kann Filderstadt stolz sein und wir alle sagen Danke dafür.

Text/Bilder: Hedy Barth-Rößler, Regionalrätin, Vors. Stadtverband
Danke für die Einladung!

 


22. Juni 2026

Ein erlebnisreiches Feier-Wochenende in Filderstadt

Glänzende Gesichter im Festmarathon

Wie so oft hatte Filderstadt am Wochenende ein sehr reichhaltiges Angebot für seine Bevölkerung. Den Auftakt machte bei schweißtreibenden Temperaturen am Samstagnachmittag für mich die Eröffnung des Feuerwehrfestes in Sielmingen, das in den frühen Abendstunden immer mehr Zuspruch fand und bald gut gefüllt war. Danach ging es Richtung Kelter, verbunden mit einem Spaziergang umgeben von kühlenden Bäumen mit hitzereduzierendem Blattwerk. Die Currywurst mit selbstgemachter Sauce war wie jedes Jahr ein kulinarischer Höhepunkt. Der Punkt Sonnwendfeuer wurde für mich gestrichen, da mich das sich als schweißtreibend und super spannend erweisende WM-Spiel der deutschen Mannschaft vor den heimischen Bildschirm lockte.

Der Sonntagmorgen begann mit einem kulturellen Angebot in der Städtischen Galerie, wo eine weitere Ausstellung organisiert von den Künstlern der Filder ihren Lauf nahm. Tiefgründige Malerei, deren Landschaft nicht immer motivisch gleich lesbar ist und feinsinnige Objekte verbinden sich für die Besuchenden zu einer Begegnung der besonderen „Art“. Der Kulturwissenschaftler spricht in seinem Vortrag von „dynamischen Komponenten in nassgemalten Schleiern“ und von „Kaltnadel-Radierungen mit in die Fläche gehendem Drang nach Verdichtung“. Kupfer ist das bevorzugte Material der Künstlerin. Da kann ich als Kunst-Laie nur zustimmen: Kupfer ist mein Material und meine Farbe.

Auf dem Nachhauseweg noch auf einen Schwatz bei der Museumshocketse am Heimatmuseum vorbeigeschaut und für kulinarischen Nachschub zur Mittagszeit gesorgt. Der Tag klingt am frühen Abend aus mit dem Frühlingskonzert des Jugendorchesters im Filum. Tolle Jugendliche, die mit Talent und Begeisterung spielen. Ein Hochgenuss für das Publikum, das mit brausendem Applaus dankt. Danach für mich noch kurz ein erfrischender Sprung ins Wasser im Fildorado.

So kann ein erlebnisreiches Wochenende in Filderstadt aussehen. Ohne den Einsatz der vielen Ehrenamtlichen wäre so ein Erlebnis nicht möglich, daher ein riesengroßes Dankeschön an alle Beteiligten. Ihr ward alle super.

Text/Bilder: Hedy Barth-Rößler, Regionalrätin, Vors. Stadtverband

 


11. Juni 2026

Neuland für neue S-Bahnstrecke Neuhausen

Neuland in Organisation und Verträgen für neue S-Bahnstrecke nach Neuhausen – Zukunft automatisiertes Fahren

Die Baumaßnahmen für die neue S-Bahnstrecke nach Neuhausen sind auf den Fildern gut sichtbar.

Die Weichen werden gestellt für eine Vollintegration der Strecke in den Digitalen Knoten Stuttgart. Nur so wird in Zukunft automatisiertes Fahren auf der Strecke möglich sein.

Die Inbetriebnahme ist zum Fahrplanwechsel 2028/29 vorgesehen. (Hoffen wir mal, dass diese Zeitangabe annähernd realistisch sein wird angesichts der vielen Verschiebegerüchte um Stuttgart 21, die Ende Juni offiziell öffentlich von der DB kommuniziert werden.)

Für die Inbetriebnahme gibt es eine notwendige Übergangsphase. Einmalig in Deutschland ist der Vorgang, dass während der Realisierung parallel dazu der finanzielle Rahmen und die Vertragsbedingungen sich sukzessive entwickeln. Die entsprechend notwendigen Abstimmungsprozesse wurden nun in einem „Letter of Intent“, einer Absichtserklärung niedergelegt.

„Mit dem Letter of Intent begeben wir uns nicht nur nach Neuhausen, sondern wir begeben uns auch auf Neuland. Wir befinden uns deutschlandweit erstmals in einer neuen, noch nie dagewesenen Konstellation mit einem einmaligem Sachverhalt. Selbst die Vertragsstruktur entsteht quasi erst im Laufe des Prozesses.“ Regionalrätin Hedy Barth-Rößler sprach für die FW Fraktion im Verkehrsausschuss der Region Stuttgart und schärfte den Blick auf viele noch „offene“ Parameter des Vorgangs. Gleichzeitig sterbe die Hoffnung zuletzt, deshalb sei man zu diesem Vertrauensvorschuss bereit und stimme der Unterzeichnung dieses Letters zu – werde die Entwicklung aber weiterhin sehr aufmerksam begleiten.

Text/Bild: Hedy Barth-Rößler, Regionalrätin FW Region Stuttgart, Vorsitzende Stadtverband Filderstadt

 


23. Mai 2026

Heilig’s Blechle – Ausstellung im Heimatmuseum

Heilig’s Blechle – ist das eine tolle Ausstellung über Mobilität in Filderstadt

Vor über 100 Jahren war der Individualverkehr mit dem Auto noch mühsam und zeitaufwändig, manchmal gar gefährlich. Denn missmutige Bernhäuser warfen damals gerne Steine nach den noch sehr seltenen Autofahrern (meist Städter, die übers Land fuhren) die mit ihrem Vehikel Staub und Lärm in das Örtchen brachten.

1926 installierte die Firma Stauch den ersten geregelten Linienbetrieb mit Bus von Bonlanden nach Stuttgart. Busse spielen auf den Fildern eine wichtige Rolle und entwickeln sich zum Rückgrat der Mobilität. Je mehr Autos auf den Straßen, desto wichtiger wurde ein bindendes Regelwerk, das in Fahrschulen gelehrt wurde. Ein siegerkranzumrankter Motorcrossfahrer sorgte später bundesweit für Aufsehen. Der Oldtimertag am 1. Mai ist immer noch ein großer Anziehungsmagnet. In der Ausstellung „Heilig’s Blechle“ werfen wir einen Blick auf über 100 Jahre Geschichte der Mobilität in Filderstadt. Dabei fallen immer wieder die Namen Stauch und Briem, die auch viele Ausstellungsstücke beigetragen haben.

Die Sonderausstellung ist bis 25. Oktober jeweils sonntags im Heimatmuseum Filderstadt zu sehen – ein Gang dorthin lohnt sich.

Text/Bild: Hedy Barth-Rößler, Regionalrätin, Vors. Stadtverband Freie Wähler

 


4. Mai 2026

Musikalisches Quaken beim Gottesdienst im Grünen

Nach mehrjähriger Pause fand beim Maifest des OGV Harthausen wieder ein ökumenischer Gottesdienst im Freien statt. Sobald ein Lied aus vielen Kehlen erklang, fühlte sich der heimische Frosch im gemütlichen Vereinsteich sofort verbunden mit der sonntäglichen Gemeinschaft und quakte regelmäßig im Takt mit – sehr zur Freude und Mai-Wonne aller Anwesenden.

Danach ging es direkt über in die Wonnen des Mittagessens. Neben dem traditionellen Grillgut von der heißen Glut gab es erstmals auch selbstgemachte Linsen und Spätzle, die reißenden Absatz fanden und den Schlag nicht spürten. Während des Gottesdienstes wurden die Spätzle frisch in der Vereinshütte hergestellt – mit quakender aufmunternder Unterstützung zwischen durch vom Teich. Die Mühe hat sich alle Mal gelohnt und wurde auch von vielen gelobt und wertgeschätzt. Abgerundet wurde das lukullische Angebot von einem vielfältigen Kuchen- und Tortenbüfett.

Nebenbei durften die Kinder an verschiedenen Tischen basteln und sich handwerklich betätigen.

Ein rundum schöner Start in den Maimonat mit einer anregenden, erhebenden Predigt gegen zu heftiges nervenzerreibendes Grübeln und aufmunternder Freude im Grünen.

Vielen Dank an alle Helfenden und wir freuen uns auf viele Wiederholungen im Wonnemonat Mau.

Text/Bild: Hedy Barth-Rößler, Regionalrätin, Vorsitzende Stadtverband

 


25. April 2026

Zwischen Pflicht und Pleite – Freie Wähler Tag in L.-E.

Freie Wähler Tag in L.-E. – Zwischen Pflicht und Pleite

Beim Freie Wähler Tag des Landesverbandes der Wählervereinigungen in Baden-Württemberg, der dieses Mal in L.-E. stattfand, kamen viele Redner auf den Punkt beim Thema „Zwischen Pflicht und Pleite“. Landrat Marcel Musolf beklagt, die Pflichtaufgaben (verabschiedet und gefordert von Land und Bund) nähmen zu, ohne entsprechende finanzielle Abfederung durch Land und Bund, daher werden die finanziellen Spielräume für die Kommunen, aber auch für die Kreistage eng.

Filderstadt war beim diesjährigen Freie Wähler Tag vertreten durch den Stadtverband mit der Kreisräten Richard Briem und Carsten Wagner sowie Regionalrätin Hedy Barth-Rößler (Bild)

Gastredner Manuel Hagel, der sich keine Geheimnisse aus den Koalitionsverhandlungen entlocken ließ, betonte eine größere Freiheit der Kommune, die die Kernzelle der Demokratie ist. Man soll weniger in Projektmanagement denken, sondern den Kommunen die Verantwortung zutrauen eine pauschalere Finanzierung pragmatisch und sachgerecht direkt vor Ort umzusetzen. Man müsse weg von der „Gleichmacherei“ überall. Man müsse weg von großen Versprechen, die den Erwartungshorizont vergrößern, den man aber nicht erfüllen kann. Politik müsse wieder im Kleinen wirkungsvoller werden, dann würde auch wieder das Zutrauen und Vertrauen im Großen kommen. Mehr Freiheit bedeute aber auch mehr Differenz und Vielfalt, die es dann zu „ertragen“ gelte. Er fordert mehr Eigenverantwortung des Einzelnen, aber auch gleichzeitig eine gemeinschaftliche Verantwortung eines jeden Einzelnen für den anderen in der Gesellschaft.

Die Kommunen müssen wieder Luft zum Atmen bekommen und Wege aus der Krise finden, betont Verbandsvorsitzender Wolfgang Faißt. Denn in den Kommunen entscheide sich das Schicksal der Demokratie. Gleichzeitig bekräftigte er auch nochmals den Unterschied der Wählervereinigungen zur Partei Freie Wähler, der immer wieder aufs Neue deutlich gemacht werden müsse. In diesem Jahr feiert der Landesverband der Wählervereinigungen seinen 70. Geburtstag. Auch auf den Fildern und im Landkreis sind die Freien Wähler eine starke, oft die stärkste kommunalpolitische Kraft. Ein wichtiges nichtparteiliches „freies“ politisches Angebot im Kräftespiel der politischen Parteienlandschaft auf kommunalpolitischer Ebene.

Text: Hedy Barth-Rößler, Vors. Stadtverband, Regionalrätin